Gartengestaltung in The Others

Wie ein Garten im Idealfall nicht wirken sollte, wird im international erfolgreichen Film „The Others“ deutlich. Düster, beängstigend und alles andere als liebevoll ist die Gartengestaltung im Film; hierbei handelt es sich genau um solch ein Stilmittel wie die disharmonische Einrichtung der Wohnung. Bei diesem Nebenschauplatz haben die Produzenten des im Jahr 2001 erschienen Filmes volle Arbeit geleistet - als Beispiel für die heimische Gartengestaltung sollte man dies jedoch nicht nutzen. Nicht jeder ist im Besitz eines großen Grundstückes, weswegen sowohl der kleine Garten vor dem Haus als auch die Terrasse oder der Balkon mindestens genau so sorgfältig eingerichtet werden sollten, wie auch die Wohnung im Inneren. Je liebevoller Sie den Garten oder den Balkon pflegen, desto eher fühlen Sie sich wohl. Dazu gehört nicht nur das Einpflanzen von Blumen und Bäumen, sondern auch das regelmäßige Mähen des Rasens, das Entfernen von Unkraut und das nutzen von Gartenaccessoires. Mittlerweile ist die Gestaltung des Außenbereichs für viele eine Art Hobby geworden. Der Markt in dieser Kategorie ist dementsprechend gewachsen und auf die Bedürfnisse der modernen Hobbygärtner mit unzähligen Outdoor-Dekorations-Möglichkeiten eingegangen. Längst schon sind es nicht mehr nur die typischen Gartenzwerge, welche fest positioniert sind, sondern auch phantasievoll gestaltete Kunstwerke, die den Garten optisch eindrucksvoll wirken lassen.

Gerade wenn Kinder im Haus sind, sollte der Außenbereich alles andere als trist aussehen – fühlen sich Kinder motiviert einzig und allein durch den Anblick des Außenbereiches häufiger das Haus zu verlassen um sich autonom in ihrer Freizeit zu beschäftigen, können Eltern davon ausgehen, dass ihnen die Gartenpflege gelungen ist. Ein Garten kann auf vielfältige Weise genutzt werden – besonders dann, wenn die Sonne scheint und die Temperaturen mild sind. Erkennt man die Qual der Kinder Anne und Nicholas aufgrund dessen, dass sie sich nur nachts draußen bewegen dürfen, schätzt man um so mehr die eigentlich selbstverständliche, eigene Freiheit. Auch auf diesen Aspekt weist der Film deutlich hin: Gesundheit, Freiheit und Wohlstand sind Attribute, die zwar im tagtäglichen Leben als Standard gesehen werden, aber trotz der gesellschaftlichen Veränderungen von 1945 bis heute noch immer nicht selbstverständlich und somit für jeden möglich sind. Auch in den so genannten Wohlstandsländern, welche nicht von Krieg und Armut betroffen sind, leben Familien mit Kindern am existentiellen Minimum.

Während die einen für die Garteneinrichtung einen Landschaftsarchitekten beauftragen, verfügen diese Familien nicht einmal über finanzielle Möglichkeiten um den Balkon besonders individuell herzurichten. Zwar besitzen diese Familien nicht den gewohnten Wohlstand, dafür aber Freiheit und Gesundheit. Entsprechend einer solchen Betrachtung können sich selbst diejenigen besonders glücklich schätzen, die nur im Besitz einer einzigen Eigenschaft dieser drei Faktoren sind – ganz gleich ob Wohlstand, Gesundheit oder Freiheit.